Arbeitnehmervertreter von Fraport bei FDP-Landtagsfraktion

Fluggastkontrollen am Frankfurter Flughafen: Fraport soll Steuerung und Betrieb verantworten dürfen

  • FDP MdL Lenders und Rock nehmen Sorgen der Arbeitnehmervertreter von Fraport und FraSec in der Fluggastkontrolle auf
  • FDP: Fraport soll Tochterunternehmen an Ausschreibungen beteiligen dürfen
  • Wettbewerbsfähiger und sicherer Flughafen muss auch mit eigenen Mitarbeitern möglich sein

WIESBADEN  –  Bei einem Besuch der Arbeitnehmervertreter der Fraport AG von Ver.di, komba gewerkschaft, SPD-Betriebsgruppe, FraSec und Konzernbetriebsrat am 19. April 2017 im Hessischen Landtag haben Jürgen Lenders, MdL und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion und René Rock, MdL, arbeitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, die arbeitsrechtliche Situation der Mitarbeiter in der Fluggastkontrolle und Fluggastsicherheit am Frankfurter Flughafen diskutiert.  FDP-Fraktion und Arbeitnehmervertreter waren sich grundsätzlich einig, dass die Rückübertragung der Steuerungsfunktion der Fluggastkontrolle auf die Fraport AG durch das Bundesinnenministerium (BMI) sinnvoll ist. Der Frankfurter Flughafen kann so den Fluggästen eine optimal durchgeführte Sicherheitskontrolle gewährleisten.

Allerdings soll die Fraport dafür nach den Vorstellungen des BMI die operative Verantwortung, d.h. den Zugang zu den personellen Ressourcen, nicht mehr selbst wahrnehmen dürfen, sondern nur noch externe Dienstleister ausschreiben. Dies wird die Zukunftsperspektive der festen Arbeitsplätze bei der Fraport AG und der Fraport-Tochter Frasec in der Fluggastkontrolle langfristig begrenzen. Lenders und Rock legten daher Wert auf die Feststellung, dass es der Fraport AG  sehr wohl möglich sein sollte, sich und ihre Tochtergesellschaft an den EU-weiten Ausschreibungen zu beteiligen. „Offizielle Ausschreibungen sind heute so transparent, dass da keine Gefahr für Unregelmäßigkeiten besteht“, sagte Lenders. „Wenn sich die Fraport und FraSec an den Ausschreibungen für die Sicherheitskontrollen der Fluggäste an den Terminals beteiligen dürfen, dann können sich die internen Dienstleister fair mit den externen messen „, sagte Rock. „Diese Erfolgschance sollten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Fraport und FraSec erhalten. Dafür wollen wir uns einsetzen“.