Bekämpfung des Antisemitismus in Hessen

Bildung & SchuleGesellschaftInnenpolitik26. April 2018

  • Kampf gegen Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
  • Es bedarf der Vernetzung und der Kontinuität
  • Berufung eines Antisemitismusbeauftragten ist ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen

WIESBADEN – „Wir Hessen müssen uns geschlossen gegen Antisemitismus stellen und dies ungleich ob es sich um Schmähungen, verbale oder physische Attacken handelt. Es bedarf des kontinuierlichen Engagements und dafür stehen wir Freien Demokraten ein“, so René ROCK, Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Rock weiter:

„Antisemitische Einstellungen und Ressentiments sind kein Phänomen von Randgruppen, sondern finden sich auch in der Mitte der Gesellschaft. Wir begrüßen deshalb die Ankündigung der Landesregierung, einen hessischen Antisemitismusbeauftragten zu benennen, denn die Bekämpfung der Judenfeindschaft kann nur gemeinsam gelingen. Aber wir befürworten darüber hinaus die Einsetzung einer Bund-Länder-Kommission, die der Unabhängige Expertenkreis Antisemitismus als eine von vielen Maßnahmen ebenfalls gefordert hat.

Wir möchten, dass die vielen Experten, Einrichtungen und Programme und Projekte, die sich bereits jetzt intensiv mit dem Thema beschäftigen, einbezogen werden. Die Bekämpfung des Antisemitismus kann nur gelingen, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird. Wir brauchen eine Vernetzung der Akteure und vor allem brauchen wir langfristige und nachhaltige Strategien und Konzepte, die sich von der Prävention vornehmlich im Bildungs- aber auch Integrationsbereich, über die Ausweitung der Erfassung von antisemitischen Vorfällen bis hin zu Interventionsmaßnahmen erstrecken.“