Besuch in der Ricarda-Huch-Schule, Dreieich

Arbeit & Soziales7. Juli 2020

ROCK: Schulpolitik muss nach der Krise beschleunigt werden

  • Mehr Tempo bei EDV-Ausstattung von Schulen
  • Sanierung von Sanitäranlagen und neue Hygieneausrüstung endlich starten
  • Kultusministerium muss langfristig planen und kommunizieren

DREIEICH – Wie läuft es in den Schulen Hessens angesichts der Corona-Krise? Welche Unterstützung benötigen sie, welche Vorstellungen haben sie vom kommenden Schuljahr? Auf seiner Sommertour 2020 hat der Vorsitzende der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, René ROCK, am 6. Juli 2020 die Ricarda-Huch-Schule, ein Gymnasium des Kreises Offenbach in Dreieich, besucht. In seinem Gespräch mit Schulleiter Torsten Lampert, dem stellvertretenden Schulleiter Rainer Tyszkiewicz sowie den Fachbereichsleitern Marion Hausmann und Oliver Karplak zeigte sich Rock beeindruckt, mit wie viel persönlichem Engagement das Kollegium der Schule die Schülerinnen und Schüler während des Lockdowns digital begleitete. „Aber auch das A-B-Modell des Präsenzunterrichts in wöchentlichen Unterrichts-bzw. Hausarbeitsschichten im Anschluss an den Lockdown sowie die Pläne für den normalen Regelunterricht mit der Betonung auf Stammgruppen statt eines reinen Kurssystems zum Schulbeginn beeindrucken mich sehr. Sie haben wirklich vorbildlich geplant und eine sehr überzeugende Balance zwischen dem Recht der Schülerinnen und Schüler auf Bildung und der Gesundheit aller in der Schule erzielen können“, sagte Rock.

„Das Land Hessen hat das Geld, um jetzt endlich massiv in unsere Schulen zu investieren, die Herausforderungen, gerade auch im digitalen Bereich, sind ja nicht neu. Nur müssen wir jetzt Tempo machen, um dann ab 17. August für das neue Schuljahr gerüstet zu sein. Wir sprechen hier von Risikominimierung im Bereich Hygiene und einer flexiblen Methodik dank Digitalisierung, die es erlaubt, rasch auf die Viruslage zu reagieren und dennoch das Recht der Jugendlichen auf Unterricht und Lernerfolg sicherzustellen“, unterstrich Rock. An die Adresse von Kultusministerium und Kreis Offenbach gerichtet, meinte Rock: „Corona hätte vieles beschleunigen können, statt es zu verlangsamen. Die Ausstattung der Schulen mit elektronischen Geräten, leistungsfähigen Internetanschlüssen und WLAN hätte viel schneller umgesetzt werden müssen. Ebenso die Schulung in der Nutzung digitaler Medien. Viel wurde auch in Sachen Hygiene- und Sanitärbereichen angekündigt, es muss jetzt auch kommen. Und ich höre immer wieder, dass die Kommunikation von Land und Kreis gegenüber den Schulen zu kurzfristig geschieht. Schulen müssen langfristig planen können, hektische Ankündigungen von einem Tag auf den anderen helfen wenig. Wir vermissen zudem die verbindliche Planung von Gebäuden für eine wachsende Schülerzahl mit mehr Abstandsbedarf. Ich fordere Kultusminister Lorz auf, seine Schulpolitik zu beschleunigen und geziehlt in Digitalisierung, Sanitäranlagen und Gebäude zu investieren. Wir dürfen nicht noch mehr Zeit verlieren.“