Digitalisierung in Bildung und Verwaltung konkret umsetzen

Digitales30. April 2019

Freie Demokraten im Gespräch mit Branchenverband Bitkom

ROCK: Digitalisierung in Bildung und Verwaltung konkret umsetzen

  • René Rock, Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, und Oliver Stirböck, Sprecher für Digitalisierung, erörtern Stand der Digitalisierung in Hessen mit Digitalverband Bitkom
  • Digitalisierung, Bildung und Wirtschaft als ganzheitliche Landesaufgabe verstehen
  • Netzausbau als Grundvoraussetzung

WIESBADEN –René ROCK, Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag und deren Sprecher für Digitalisierung, Oliver STIRBÖCK, haben am 25. April 2019 gemeinsam mit Jürgen HATZIPANTELIS, Landessprecher Hessen von Bitkom e.V. und Lena FLOHRE, Referentin Landespolitik, Bitkom e.V. den Stand der Digitalisierung in Hessen sowie die im Koalitionsvertrag der Schwarz-Grünen Landesregierung aufgeführten digitalpolitischen Ankündigungen erörtert. Der deutsche Digitalverband Bitkom vertritt mehr als 2.600 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, unter ihnen ca. 1.000 Mittelständler, über 500 Startups und nahezu alle Global Player. Bitkom setzt sich für die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung ein. Dabei geht es um den beschleunigten Ausbau von Gigabitnetzen und digitalen Infrastrukturen für Wirtschaft, Handel und Verkehr, aber auch für eine moderne und effiziente Verwaltung und für umfassende Bildung für die digitale Welt: in Schulen, Hochschulen und für neue Formen der lebenslangen Weiterbildung.

„Die Digitalisierung ist eines der zentralen Politikfelder der Freien Demokraten, im Bund ebenso wie in Hessen“, sagte Rock. „Digitale Kompetenz und digitale Exzellenz sind für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Forschung von entscheidender Bedeutung. Deshalb erwarten wir von der hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, die am Ende ja nur ein dem Ministerpräsidenten unterstelltes Ressort hat und Kompetenzen aus den Ministerien bündeln soll, mehr als Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag. Wir haben in Hessen großen Handlungsbedarf und fordern Durchsetzungskraft, konkrete Strategien und die entsprechenden Investitionen.“

Freie Demokraten und Bitkom waren sich einig, dass die Vermittlung digitaler Kompetenz ein neuer pädagogischer Grundstein für Lehrkräfte und Schüler werden müsse. „Zunächst brauchen wir überall in den Schulen einen Internetanschluss“, forderte Rock. „Dann müssen die Lehrkräfte umfassend technisch und pädagogisch für den Einsatz digitaler Medien ausgebildet werden. Und schließlich sollen Schülerinnen und Schüler umfassend im Arbeiten und im Umgang mit der digitalen Welt unterrichtet werden. Die Einsicht, dass lebenslanges Lernen Bestandteil digitalen Arbeitens und Forschens ist, können wir nicht früh genug vermitteln. Wir benötigen dazu auch neue Initiativen im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen, in den Volkshochschulen oder Berufsschulen.“

„Der Breitbandausbau ist hierfür natürlich Grundvoraussetzung“, unterstrich Stirböck. „Aber, wenn sich die Verwaltung selbst nicht ebenfalls digitalisiert, dann würden Bildung und Staat auseinanderdriften. Eine digitalisierte Verwaltung wird effizient und schnell, und sie kann ihren enormen Daten- und Wissensschatz gezielter einsetzen und auch teilen. Als Freie Demokraten erwarten wir, dass die Landesregierung endlich sagt, welche konkreten Digitalprojekte nun umgesetzt werden. Im Koalitionsvertrag wird eine ‚Digitalisierungsoffensive‘ in dieser Legislaturperiode in Höhe von insgesamt 1 Mrd. Euro angekündigt, das sind dann gerade einmal 200 Mio. € pro Jahr. Wir würden sehr gerne wissen, wofür diese Summe dann ausgegeben werden soll.“