Entwicklung Frankfurt-Rhein-Main-Gebiet

VerkehrWirtschaft28. November 2019

ROCK: Mut zu einer Wachstumsstrategie für Frankfurt-Rhein-Main

  • Landesentwicklungsplan: Steuern statt verwalten
  • Region hat gemeinsame Interessen
  • Infrastrukturausbau Grundvoraussetzung für Wachstum in der Fläche

WIESBADEN –René ROCK, Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat sich am 27. November 2019 mit Frank Achenbach, IHK Offenbach am Main, und Dr. Daniel Theobald, IHK Darmstadt, zu einem fachlichen Austausch über die regionale Entwicklung und Planung von Flächen, von Intrastruktur sowie über den Zuzug von Arbeitskräften und Unternehmen in der Region FrankfurtRheinMain getroffen. Beide IHK-Geschäftsbereichsleiter vertreten auch PERFORM, eine Plattform, die sich für eine engere Vernetzung und Zusammenarbeit der Kommunen einsetzt, um die Metropolregion FrankfurtRheinMain bis 2030 zu einer der attraktivsten und wettbewerbsfähigsten Regionen weltweit zu entwickeln.

„Ich begrüße ausdrücklich die Initiative der IHKs, sich für eine überregionale Gesamtbetrachtung bei Themen wie Flächenbebauung, Mobilität, Ansiedlung von Unternehmen und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einzusetzen“, betonte Rock. „In einer so intensiven Zeit des Umbruchs in Industrie und Handwerk müssen wir uns mehr denn je fragen, was die Region braucht und wie wir das organisieren. Ein klares, mutiges Bekenntnis zu Wachstum kann nicht ohne eine vernetzte Strategie für die Entwicklung von Flächen mit einer dazu gehörigen Infrastruktur erfolgen.“

„Wir sehen als Fraktion der Freien Demokraten vier entscheidende Handlungsfelder“, ergänzte Rock.

„1. Die Politik muss gute Rahmenbedingungen für eine Wirtschaft im Umbruch schaffen, statt durch sie nationale und internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik zu schwächen. Ich denke in unserer Region an unsere Bankenlandschaft, den Flughafen und die Fluglinien, große Unternehmen wie z.B. die Pharma- und Chemieindustrie und dann natürlich die Chance des Internetknotens in Frankfurt mit dem riesigen Potential der Ansiedlung von Rechenzentren und IT-intensiven Dienstleistungen und Industrien.

2. In den Landesentwicklungsplan müssen die Mobilität, die Verkehrswege und deren Vernetzung als Ziel mit aufgenommen werden. Heute wird nach dem Plan nur verwaltet, er muss aber ein Steuerungsinstrument für die Weiterentwicklung unserer Region werden. Echtes Wachstum ist ohne Infrastruktur nicht denkbar. Wohn- und Gewerbegebiete müssen über die kommunalen Grenzen hinaus gemeinsam gedacht und durch Infrastruktur verbunden werden. Wachstum bringt neue Menschen, neue Arbeitsplätze, Innovation, Vielfalt und Dynamik. Ohne Wachstum fallen wir zurück.

3. Die Verfasstheit der Region: Auch hier in FrankfurtRheinMain müssen wir die Verkehrswege in der Regionalplanung mitdenken und unsere Gebiete voll entwickeln, statt die Probleme durch Nichtstun zu verstärken.

4. Entwicklung eines Förderungsinstrumentariums für die Kommunen, das ein Engagement für Wachstum, Fächenausweisung und Infrastruktur und damit überregionales Denken belohnt. Das schließt auch die finanzielle Unterstützung der Kommunen durch das Land auf Gebieten wie der frühkindlichen Bildung bzw. Kitas mit ein.