FDP-Fraktionsvorsitzender René Rock auf Sommertour in Mittelhessen

AllgemeinBildung / SchuleEnergieVerkehrWirtschaft27. Juli 2017

Mittelständische Wirtschafts- und Innovationskraft entscheidend für Wohlstand in der Region

  • Besuch bei ROTH INDUSTRIES, FRITZ WINTER Eisengießerei und FAUDI
  • Energiekosten, Infrastruktur, Fachkräfte und Freihandel als zentrale Themen
  • Bessere Energie-, Verkehrs- und Bildungspolitik wichtige Voraussetzung für Unternehmenserfolg

DAUTPHETAL, STADTALLENDORF – Auf seiner Sommertour durch Hessen hat der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, René Rock, zusammen mit Vertretern des FDP-Kreisverbands Marburg-Biedenkopf am 20. Juli 2017 innovative und international tätige Familienunternehmen in Mittelhessen besucht. Die Unternehmen ROTH INDUSTRIES (Energie, Wasser, Kunststoff in den Bereichen Building und Industrial Solutions) in Dauphtetal, FRITZ WINTER Eisengießerei (Komponenten und Systembauteile für die Automobil-, Nutzfahrzeug- und Hydraulikindustrie) in Stadtallendorf und FAUDI (Filtrations- und Separationstechnologie) in Stadtallendorf informierten die FDP-Politiker über Produkte, Technologien und die Herausforderungen einer global aufgestellten Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungsstruktur.

Familienunternehmer und Führungskräfte stellten übereinstimmend fest, dass freier Handel, eine andere Energiepolitik, eine bessere Verkehrsanbindung für den Warentransport und die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften auf der Grundlage einer soliden Schulbildung integraler Bestandteil einer nachhaltigen Zukunftsstrategie für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland seien. Der Erhalt und Ausbau von sicheren und interessanten Arbeitsplätzen sei davon ebenfalls abhängig. Es sei nicht mehr leicht, Standorte in Hessen zu halten und auszubauen. Alleine die Energiekosten hätten sich zu einem großen Wettbewerbsnachteil entwickelt. Die gezielte Verunsicherung der Automobilindustrie, von deren Zulieferkette enorm viele Industrien und Arbeitsplätze abhingen, stelle ein ernsthaftes Problem dar.

Rock zeigte sich begeistert, von der Innovationskraft, Internationalität und erfolgreichen Marktstrategie eines familiär geprägten Unternehmertums, das mit scheinbarer Leichtigkeit die Verwurzelung des Hauptsitzes in Mittelhessen mit der aktiven Expansion auf allen Kontinenten verbindet. „Diese drei Unternehmen gehören zu dem Fundament hoch spezialisierter  kleiner und mittelständischer Arbeitgeber und Know-how-Träger, auf deren Erfolg unser Wohlstand und unsere Zukunft ruht“, sagte Rock. „Die Politik in Hessen und im Bund muss sich entschieden ändern, wenn dies so bleiben soll.

  1. Wir brauchen eine neue Energiepolitik, die mit einem marktwirtschaftlichen Energiemix Versorgungssicherheit und Kosten zurück ins Gleichgewicht bringt. Es ist inakzeptabel, dass die Energieumlage für Unternehmen dank der Subventionspolitik für regenerative Energien in Bund und Land bis zu ein Drittel der Stromkosten ausmacht.
  2. Wir müssen dringend das Straßennetz ausbauen und ausreichend Transportwege für Mitarbeiter und Waren sicherstellen. Wir können nicht auf der einen Seite Arbeitsplätze und Industrie jenseits der städtischen Ballungszentren wollen und auf der anderen Seite LKWs auf winzigen Landstraßen ihren Weg suchen lassen.
  3. Zu wenige und schlecht ausgebildete Schulabgänger stellen ein Risiko für den Fachkräftenachwuchs dar, der sich ab 2030 mit dem Beginn der geburtenschwachen Jahrgänge noch stärker als heute zeigen wird.  Deshalb will die FDP massiv in Bildung investieren, von den Schulen bis zur frühkindlichen Bildung. Und wir müssen Kindern und Jugendlichen auch wieder Freude am Lernen und an Leistung vermitteln, statt sie so zu behüten, dass sie im Leben nicht mehr zurechtkommen. Auch eine gut gesteuerte Zuwanderung kann Deutschland helfen, qualifizierte Arbeitskräfte zu erhalten. Dazu brauchen wir aber ein gutes Einwanderungsgesetz statt hilfloser Flüchtlingspolitik.
  4. Der freie Handel ist für eine Exportnation wie Deutschland unerlässlich. Es entzieht sich meiner Vorstellungskraft, wie man mit Angstmacherei gegen den offenen Austausch von Waren und Dienstleistungen hetzen kann. Die FDP setzt sich entschieden für die zahlreichen Freihandelsabkommen ein, die die Europäische Union jetzt verhandelt und abschließt. Vor diesem Hintergrund nehme ich auch gerne die Anregung auf, die Besteuerung und auch generell den Verwaltungsaufwand von international tätigen Unternehmen in Deutschland einer Prüfung zu unterziehen und vor allem von Bürokratie zu befreien.“