FDP-Themenstammtisch in Limburg zur frühkindlichen Bildung

Arbeit & SozialesBildung & SchuleFamilie & KinderLandtagswahl4. Dezember 2017

FDP-Themenstammtisch in Limburg zur frühkindlichen Bildung
Hochwertige Betreuung und Förderung von Kindern in Kitas wichtiger als Kostenfreiheit

  • René Rock, Vorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, spricht auf Themenstammtisch des FDP-Stadtverbands Limburg über frühkindliche Bildung
  • Kitas als Garant für Bildung und Zukunftschancen von Kindern
  • FDP bringt bis zur Landtagswahl 2018 Gesetzesinitiativen ein, um Qualität, Kitaausbau, Fachkräfte und bedarfsgerechte Angebote zu unterstützen

LIMBURG AN DER LAHN – Auf einem vom Limburger Stadtverband der FDP organisierten Themenstammtisch am 30. November 2017, hat sich der Vorsitzende und sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, René Rock, in Vortrag und Diskussion entschieden dafür ausgesprochen, bei den Kindertagesstätten in Hessen zunächst in den Ausbau von Plätzen, in qualitativ hochwertige Angebote und die Betreuung durch Fachkräfte zu investieren, statt einfach nur Kostenfreiheit anzukündigen. „Das ist keine Investition in Bildung, sondern eine reine Sozialmaßnahme im Vorfeld der Landtagswahl 2018“, kritisierte Rock. „Der FDP geht es jedoch um die Perspektiven und Potenziale für jedes Kind. 93 % aller Kinder in Hessen gehen in eine Kita, sie hat nicht nur prägende Wirkung für die persönliche Entwicklung, sondern dort beginnt Chancengerechtigkeit.“

Rock unterstrich die fundamentale Bedeutung der Anfänge von Wissensvermittlung, Beziehungsfähigkeit, Zuwendung und individueller Förderung, die in den Kindertagesstätten stattfinden. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Familien heute Grundvoraussetzung der Lebensgestaltung. Beide Eltern wollen aus den unterschiedlichsten Gründen arbeiten. Gleichzeitig ist es ihnen wichtig, dass ihr Kind die bestmögliche Betreuung bekommt. Wenn das Land Hessen aber einfach nur 310 Millionen Euro für Kostenfreiheit ausgibt, dann bekommen die Eltern zwar Geld, aber nicht die Qualität, die sie sich wünschen“, unterstrich Rock. „Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Hälfte davon die Kommunen aufbringen müssen, erschüttert es mich, dass den Inhalten und Konzepten für eine optimale Betreuung der Kinder seitens der hessischen Landesregierung keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die FDP will das in drei Schritten ändern:

  1. Wir wollen ausreichend Plätze schaffen
  2. Wir wollen die Qualität verbessern
  3. Erst in einem letzten Schritt wollen wir die Gebühren senken.

Es geht uns also um ausreichend Plätze (U3 / Kita / Grundschule), bedarfsgerechte Betreuungszeiten, gut ausgestattete Einrichtungen (Räume, Spielbereiche usw.), beziehungsvolle Pflege und hochwertige Betreuung und und das richtige Fachpersonal, um den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder gerecht werden.

In mehreren Gesetzesinitiativen wird die FDP im Hessischen Landtag  die dringend notwendigen Akzente setzen und auf deutliche Investitionen in die frühkindliche Bildung hinarbeiten:

  • mehr Flexibilität Wohnort/Arbeitsort (Kostenausgleich)
  • Elternrechte stärken (Landeselternvertretung)
  • Zulagen für besondere Bedarfe (Inklusion, Integration usw.)
  • Längere Öffnungszeiten (vierte Zeitstufe >35h)
  • Fachkräfteschlüssel anpassen (mehr Erzieher)
  • Harmonischer Übergang KITA-Grundschule (QSV)
  • Freistellung der KITA-Leitungen.

Diese Qualitätsverbesserungen, so Rock, müsse das Land zahlen. „Die FDP plant, in der neuen Legislaturperiode jedes Jahr 100 Millionen Euro in frühkindliche Bildung zu investieren“, kündigte Rock an. „Es geht um die Zukunft unserer Kinder, das müssen sie uns wert sein.“