Kita des Jahres 2019: St. Sebastian in Eppertshausen

Familie & Kinder6. Juni 2020

ROCK: Wir können von den Guten lernen

  • Bildungskrise vermeiden: Besuch in der katholischen Kita St. Sebastian in Eppertshausen
  • Regulärer Betrieb mit Schutzkonzepten muss nach den Sommerferien möglich sein
  • Allen Kindern wieder Förderung und Chancen geben

EPPERTSHAUSEN – Die katholische Kindertagesstätte St. Sebastian in Eppertshausen ist 2019 mit ihrem pädagogischen Konzept des Situationsansatzes mit dem ersten Platz in der Kategorie „Kita des Jahres“ des Deutschen Kita-Preises ausgezeichnet worden. Der Vorsitzende der Fraktion der Freien Demokraten in Hessischen Landtag und deren Sprecher für frühkindliche Bildung, René ROCK, und der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Moritz PROMNY, haben am 4. Juni 2020 zusammen mit dem stellvertretenden FDP-Ortsvorsitzenden Aria ZAHEDI diese Kita besucht. Im Austausch mit Kitaleiterin Veronique BRAUN, der stellvertretenden Leiterin Vanessa GRIESLING und der Vorsitzenden des Elternbeirats, Stefanie SCHULTHEIß, erörterten sie die Erfolge der Kita mit Situationsansatz und Ressourcen-Orientierung und die gegenwärtigen Herausforderungen der Corona-Einschränkungen.

„Jede Kindertagesstätte ist einmalig und besonders, aber von den Guten können wir lernen“, betonte Rock. „Die Zeiten waren ja auch schon vor den Corona-bedingten Einschränkungen für die Kindertagesstätten nicht einfach. Vom Mangel an Räumlichkeiten bzw. an Kitas in den Gemeinden über den Fachkräftemangel und die Chancen der Qualifizierten Schulvorbereitung bis hin zur angemessenen Finanzierung von Fortbildung, Pädagogik und Materialausstattung. Sie können sich umso mehr über ihren Erfolg als Bildungseinrichtung freuen.“

Die umfassende und vielseitige Betreuung der Kinder ist wie überall den Corona-bedingten Infektionsschutzmaßnahmen zum Opfer gefallen. In kleinsten Schritten, strukturiert nach Systemrelevanz der elterlichen Berufe, soll der Kita-Betrieb jetzt wieder hochgefahren werden. Das verlangt Erzieherinnen, Erziehern, Eltern und Kindern viel Flexibilität und Geduld ab. „Am Anfang der Corona-Infektionswelle mag das noch angebracht gewesen sein, aber jetzt können wir alles viel besser abschätzen und müssen die einschränkenden Maßnahmen kontinuierlich und verlässlich zurückbauen“, sagte Promny. „Wir müssen alles tun, damit nicht auch noch eine Bildungskrise unser Land erschüttert. Die Freien Demokraten stehen für eine Bildungspolitik, die alle Kinder nach ihrem Bedarf fördert, nicht nach einer wie auch immer definierten Auswahl.“

„Nach den Sommerferien muss eigentlich der reguläre Bildungsbetrieb wieder möglich sein“, ergänzte Rock. „Das kann gelingen, wenn Erzieherinnen und Erzieher regelmäßig getestet werden und die Einrichtungen durch Musterkonzepte für Hygieneregeln unterstützt werden. Wir haben in Hessen unfassbar hohe Sozialausgaben, lassen Sie uns diese vermeiden, indem wir gerade jetzt als Land in die Bildung investieren und dabei auch die kommunalen Aufgaben unterstützen. Ich kann in diesem Zusammenhang auch nur die Eltern auffordern, ihre Stimme zu erheben, bleiben Sie nicht in der Defensive!“.