Kita-Tour in Darmstadt

Arbeit & SozialesBildung & SchuleFamilie & Kinder14. Oktober 2018

  • René Rock erreicht die 100. Kita in Darmstadt-Arheilgen
  • René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, besucht zusammen mit dem FDP-Landtagskandidaten die Bewegungs- und Ernährungskindertagesstätte der SG Arheilgen e.V.
  • Qualität in der frühkindlichen Bildung wichtiger als Kostenfreiheit
  • Kinder und Eltern brauchen mehr Zeit

DARMSTADT-ARHEILGEN – René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, hat am 11. Oktober 2018 zusammen mit dem Landtagskandidaten für Darmstadt-Stadt I, Felix Letkemann, die Bewegungs- und Ernährungskindertagesstätte der SG Arheiligen e.V. („Sport-Kita“) besucht. Es war die 100. Kita, die Rock auf seiner Tour durch die Krippen und Kindertagesstätten Hessens besichtigte.  Gemeinsam mit SGA-Präsident Sven Beißwenger, Kita-Geschäftsführer Udo Langrock und SGA-Vizepräsident Marco Obens de Almeida diskutierten Rock und Letkemann auf dieser Jubiläumskita die besonderen Herausforderungen einer privat organisierten Trägerschaft, die Bedeutung von Sport und Bewegung für Kinder und mögliche Wege, den Mangel an qualifizierten Erzieherinnen und Erziehern zu begeben.

Rock freute sich, dass dieser 100. Besuch einer Kita in einer Sport-Kita stattfinden konnte. „Sie haben hier modernste Bewegungs-, Spiel- und Lernräume schaffen können, Sie kochen sogar noch selbst, und all das ist umgeben von wunderbarer Natur“, sagte Rock. „Das Engagement der SGA Arheilgen ist in jeder Hinsicht vorbildlich und zeigt mir einmal mehr, wie wichtig die Vielfalt in Hessens Kitas ist. Deshalb kann es auch nicht ein einheitliches Gesetz für ganz Hessen geben. Aber Politik kann die richtigen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Zuwendung und Qualität endlich überall die hohen Standards erreichen, die Hessen verdient hat. Auch Sie brauchen mehr Fachkräfte, denn Kinder und Eltern brauchen heute mehr Zeit und Zuwendung, denn je. Der Einsatz des Vereins verdient genauso die Unterstützung der Landespolitik wie wie die Einrichtungen der Kommunen und anderer Träger.“

„In Hessen fehlen 7.000 Erzieherinnen und Erzieher, 10.000 Kitaplätze und 20.000 Krippenplätze“, unterstrich Rock. „Die FDP hat Handlungsfelder definiert, mit denen wir den Mangel an Erziehern und Plätzen schrittweise beheben und auf eine neue Qualitätsebene kommen wollen.

1.      Wir wollen auf Landes-, Kreis- und Kommunenebene Elternbeiräte für Kitas einführen, damit Eltern ihre Anliegen und Interessen besser zur Sprache bringen können

2.      Wir wollen das Wahlrecht der Eltern beim Betreuungsort ihrer Kinder dadurch stärken, dass das Land pauschal die Kosten dafür übernimmt, wenn ein Kind in einer anderen Kommune als am Wohnort, z.B. am Arbeitsort der Eltern, in eine Kita geht.

3.      Wir wollen intensiv in die Qualität investieren, von der Freistellung der Leitung, mehr Vorbereitungszeit, einem verbesserten Gruppenschlüssel bis zu einer höheren Qualitätspauschale, die den Kitas selbst überlässt, was sie in der Sachausstattung benötigen und anschaffen wollen. In diesem Zusammenhang wollen wir den Zuschuss des Landes pro Kind von 100 € auf 300 € erhöhen.

4.      Wir überlegen, wie bei einem dualen Studium Praxis und Theorie von Anfang an zu verbinden, und damit schon während der Ausbildung den Erzieherberuf auch finanziell attraktiver zu machen.  Die praxisintegrierte Ausbildung ist der richtige Weg, um neue Potenziale für den Erzieherberuf zu erschließen

5.      Wir planen die Wiedereinführung der qualifizierten Schulvorbereitung, damit der Übergang von Kita zur Schule gelingt und die Fachkräfte in Kita und Schule voneinander lernen können.“

Insgesamt handelt es sich um ein Investitionsprogramm für die frühkindliche Bildung in Hessen von insgesamt 760 Millionen Euro. Qualität ist wichtiger als Kostenfreiheit. Sollten wir nach der Landtagswahl am 28. Oktober 2018 mit am Verhandlungstisch sitzen, werden wir versuchen, so viel wie möglich davon umzusetzen. Das Land soll die Kommunen als Bildungsplattform unterstützen. Denn von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und den daraus resultierenden Steuereinnahmen profitieren vor allem Bund und Land, nur 15 % davon kommen bei den Kommunen an. Die tragen aber 85 % der Bildungsausgaben“, schloss Rock.