Kostenfreie Kindertagesbetreuung

Arbeit & SozialesBildung & SchuleFamilie & Kinder27. Januar 2016

  • Kostenfreie Betreuung ist grundsätzlich richtiges Ziel
  • Voraussetzung ist weiterer Ausbau der Kinderbetreuung und Entwicklung zum Bildungsort

WIESBADEN – „Die Forderung nach einer kostenfreien Kinderbetreuung geht zwar grundsätzlich in die richtige Richtung, wenn man die Kitas zu Stätten frühkindlicher Bildung ausbaut, allerdings wird hier der zweite Schritt vor dem ersten getan“, erklärte René ROCK, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, anlässlich der Forderung der SPD in ihrer heutigen Pressekonferenz: „Wir wissen heute, dass die Bildungsprozesse der frühen Kindheit den weiteren Bildungsweg unserer Kinder ganz entscheidend beeinflussen. Investitionen in eine qualitativ gute Frühförderung führen auf lange Sicht dazu, dass später weniger Mittel eingesetzt werden müssen, um Versäumtes zu reparieren. Insofern halten wir den Ansatz für richtig, Kitas ebenso wie Schule und Hochschule als Bildungsort anzusehen und in Zukunft ebenfalls kostenfrei zu stellen.“

Weiter erklärte Rock:

„Es bleibt jedoch noch viel zu tun, bevor der Kita-Bereich als Ort frühkindlicher Bildung bezeichnet werden kann. Es hat sich zwar in den letzten Jahren viel getan – vom massiven Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen bis hin zur zusätzlichen Förderung von Einrichtungen, die nach dem Bildungs- und Erziehungsplan arbeiten. Hier gibt es aber auch weiterhin viel zu tun: So muss das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen ausgeweitet und ein schlüssiges Förderkonzept für die Null- bis Sechsjährigen erarbeitet und etabliert werden.

Wir sind deshalb der Ansicht, dass zunächst in den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung investiert werden sollte und erst in einem zweiten Schritt, wenn das Ziel „Bildungsort Kita“ erreicht ist, den Besuch für Eltern kostenfrei zu stellen.“