Radikalisierung von Kindern salafistischer Eltern

Arbeit & SozialesGesellschaftInnenpolitik2. September 2016

Anlässlich der heutigen Berichterstattung über die Warnung von Wolfgang Trusheim, dem Leiter der Staatsschutz-Abteilung im Polizeipräsidium Frankfurt, vor den Konsequenzen der Radikalisierung von Kindern salafistischer Eltern erklärte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, René ROCK: „Es ist sehr besorgniserregend, dass offenbar weder das Hessische Sozialministerium noch die Frankfurter Sozialdezernentin das Problem der Radikalisierung von Kindern bislang ernst genommen haben – geschweige denn Lösungsansätze erarbeitet haben. Doch Fakt ist, dass es immer mehr Kinder gerade auch in Hessen gibt, die seit ihrer frühsten Kindheit von radikalen Eltern zum Hass auf unsere Gesellschaft und Andersgläubige erzogen werden. Zuletzt hatte das Beispiel einer radikalisierten Jugendlichen, die in Hannover Polizisten angegriffen hatte, gezeigt, welche schrecklichen Konsequenzen eine gezielte Erziehung zu Hass und Gewalt bewirken kann. Die Politik – insbesondere die zuständigen Institutionen – darf sich also nicht wegducken, sondern muss klare Lösungsvorschläge vorlegen. Für die FDP steht jedenfalls fest, dass Jugendämter etwaigen Hinweisen auf eine Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen sehr sorgsam nachgehen müssen.“

Weiter erklärte Rock:

„Liegt eine nachvollziehbare Jugendgefährdung vor, da Kinder dauerhaft einer gefährlichen und menschenverachtenden Ideologie ausgesetzt werden, muss das Jugendamt schließlich alle notwendigen Maßnahmen zum Wohl des Kindes einleiten. Dabei sollte jeder Einzelfall sehr genau und unter Abwägung unterschiedlicher Jugendhilfemaßnahmen betrachtet werden. Denn jedes Kind, auf dessen Radikalisierung nicht oder zu spät reagiert wird, wird absehbar erhebliche Probleme aufweisen, sich in unserer Gesellschaft und unserer Werteordnung zurecht zu finden – und schlimmstenfalls ein Gefährdungspotential darstellen.“