Streitpunkt Windenergie im Odenwald

EnergieWindkraft5. Dezember 2019

ROCK: Der Mensch muss in der Gleichung vorkommen

  • René Rock, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Hessischen Landtag diskutiert in voller Steinachtalhalle über die Nachteile von Windkraft im Odenwald
  • Windenergie ineffizient und ohne Subventionen nicht lebensfähig
  • Zerstörung von Natur und Landschaft nicht gegen Bürgerwillen

HEILIGKREUZSTEINACH– René ROCK, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat am 3. Dezember 2019 auf Einladung von „Lebenswerter Odenwald e.V.“ zusammen mit Landtagsabgeordneten von CDU und Die Grünen sowie einem Gutachter an einer Podiumsdiskussion über den Bau von Windkraftanlagen im Odenwald teilgenommen. Rock setzte sich leidenschaftlich dafür ein, die Zerstörung eines so großen zusammenhängenden Naturschutzgebietes zu beenden und die Bedenken der Menschen ernst zu nehmen.

„Wir diskutieren hier mit 250 engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die die Zerstörung des sie umgebenden Lebensraums, der vielfältigen Natur des Odenwaldes sowie die Beeinträchtigung ihres persönlichen Lebensumfeldes und ihrer Gesundheit durch eine ineffiziente Form der Energiegewinnung nicht mehr hinnehmen wollen. Ich bin wirklich beeindruckt“, sagte Rock. „Es ist erschütternd mit welcher Rücksichtslosigkeit Schwarz-Grüne bzw. Grün-Schwarze Landesregierungen eine ineffiziente Technologie zur Energieerzeugung durchsetzen wollen, die ohne Subventionen nicht mehr leben könnte.  Die Freien Demokraten wollen eine realistische Strategie, wie wir den Klimaschutz vernünftig erreichen, ohne Wohlstand und Natur zu zerstören. Windkraft und Solarenergie sind gescheitert, die Kernfusion hingegen hat ein großes Potenzial und es gibt sinnvolle Übergangstechnologien wie Erdgas.“

„Für die Freien Demokraten geht es darum, Klima und Umwelt für den Menschen zu bewahren, nicht die Umwelt vor dem Menschen, wie es die Grünen tun“, unterstrich Rock. „Der Mensch muss in der Gleichung vorkommen. Wir brauchen keine Drohkulissen, Untergangsszenarien und Panikmache, sondern den Willen, mit technologieoffenen Innovationen die Herausforderungen der Energieerzeugung anzugehen. Energiepolitik für den Menschen muss unseren Energiebedarf sicher decken und sie muss bezahlbar sein. Mit der teuersten und ineffizientesten Methode werden wir keinen Fortschritt erzielen.“

„Wir Freien Demokraten stehen für einen vollständigen Reset in der Energiepolitik“, betonte Rock. „Mit welchen konkreten Schritten können wir jetzt schnell CO2 reduzieren, ohne Innovationen zu behindern oder gar die Gesellschaft in Gewinner und Verlierer zu spalten? Was können kurzfristige und langfristige Maßnahmen sein?

1.      Erdgas statt Braunkohle und Windenergie. Erdgas spart 60 Prozent CO2 sofort ein, es geht hier um rund 80 Mio. Tonnen, für die wir keine neuen Kraftwerke, Leitungen oder Standorte benötigen. Wir haben die modernsten Gaskraftwerke, wir brauchen sie nur anzuschalten

2.      Abscheidung von Kohlenstoff bei Erdgasproduktion am Produktionsstandort und Verbringen in tiefliegende Gesteinsschichten, wo CO2 zu Stein wird. Das norwegische Energieunternehmen Equinor entwickelt mit dem britischen Gasleistungsnetzbetreiber Open Grid neue Möglichkeiten, dadurch Wasserstoff nach Deutschland zu bringen

3.      Wasserstoff bzw. synthetische Kraftstoffe können unsere Mobilität rasch CO2-ärmer machen

4.      Schließlich kann die Kernfusion langfristig die Menschheit sicher mit Energie versorgen, wir müssen diese Forschung gezielt unterstützen und vorantreiben

Nicht Angst und Panik dürfen unser Handeln bestimmen, sondern Mut, Zuversicht und Technologieoffenheit. Es geht darum, für alle Menschen Wohlstand, Freiheit und eine gesunde Natur zu bewahren. Das werden wir schaffen, wenn wir die Energiepolitik mit Vernunft und Fachwissen neu angehen.“