Windkraft: Ausschreibungsverfahren reine Farce

EnergieUmweltWindkraft17. August 2017

  • Ausschreibungsverfahren reine Farce
  • Bürgergenossenschaften dienen nur als Deckmantel für Großinvestoren
  • EEG abschaffen

WIESBADEN: Im Zusammenhang mit den bekanntgewordenen Ergebnis der Ausschreibungen für den Bau von Windkraftanlagen an Land erklärt René Rock, Vorsitzender der FDP Fraktion im Hessischen Landtag:

„Frau Merkel und Herr Gabriel haben bei der letzten EEG-Reform versprochen, dass Bürgergenossenschaften beim weiteren Ausbau der Windkraft bevorzugt werden sollen, damit nicht nur die großen Kapitalgeber von den milliardenschweren EEG-Subventionen profitieren können. Das Resultat der zweiten Ausschreibungsrunde zeigt aber, dass in Deutschland und Hessen echte Bürgergenossenschaften systematisch ausgebootet werden. Von den ausgeschriebenen 1.000 Megawatt Windkraftleistung wurden 700 Megawatt an einen einzigen Investor aus dem sächsischen Meißen vergeben. Auch in Hessen geplante Windkraftanlagen sind betroffen. So soll UKA Meißen fünf Windkraftanlagen im Kreis Limburg-Weilburg errichten.“

Rock weiter:

„Es zeigt sich einmal mehr, wie die Menschen von der Bundesregierung getäuscht werden. Die Bürger schauen in die Röhre und findige Großinvestoren machen das Rennen. Seit dem Jahr 2000 hat das EEG die Bürger rund 188 Milliraden Euro gekostet. Allein für die Subventionierung der Windkraft an Land mussten die Verbraucher über 82 Milliarden Euro bezahlen, dabei erzeugen Windräder nur etwas mehr als 2 Prozent des deutschen Gesamtenergiebedarfes.“

Rock abschließend:

„Es gibt nur einen Ausweg: Wir müssen endlich mit dem EEG und der Dauersubventionierung Schluss machen.“